Steuerzahlergedenktag 2026: Von 1 Euro bleiben dem Bürger nur 46,9 Cent übrig
26.09.2026
Der Bund der Steuerzahler hat errechnet, dass deutsche Steuerzahler in diesem Jahr bis zum 13.07.2026 um 23:21 Uhr allein für den Staatssäckel gearbeitet haben - bis dahin haben sie ihr Einkommen rein rechnerisch komplett über Steuern und Abgaben an öffentliche Kassen abgeführt. Erst danach fließt ihr Einkommen für 2026 in ihre eigene Tasche.
Damit liegt die Einkommensbelastungsquote für 2026 für einen durchschnittlichen Arbeitnehmerhaushalt bei voraussichtlich 53,1 %, so dass von einem verdienten Euro nur 46,9 Cent zur freien Verfügung des Steuerzahlers übrig bleiben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Belastung der Steuerzahler damit um rund 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Gründe hierfür sind mehrere Entwicklungen: Stark ins Gewicht fällt der um 0,4 Prozentpunkte gestiegene durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung. Hinzu kommt die höhere CO2-Abgabe auf Kraft- und Heizstoffe - mit 60 € je Tonne kalkuliert und damit rund 9 % über dem Vorjahr. Auch die Stromumlagen sorgen für weitere Belastungen, denn v.a. die Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz-Umlage hat sich fast verdoppelt.
Hinweis: Bei alleinlebenden Arbeitnehmern fällt die Belastung 2026 noch höher aus: Im Durchschnitt werden sie mit 54,0 % belastet - ihr Steuerzahlergedenktag fällt erst auf Freitag, den 17.07.2026.
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